Eine Flut von Kolibris gegen den grünen Impfpass

Hummingbirds Deluge Block EU Green Pass

von Senta Depuydt

Am Mittwoch, den 24. und Donnerstag, den 25. März wurden die Posteingänge des Europäischen Parlaments mit E-Mails überschwemmt, in denen sie aufgefordert wurden, das Schnellverfahren zur Annahme des ‚Grünen Digitalen Zertifikats‘, einer Art europäischem Impfpass, abzulehnen.

Einige Tage zuvor hatte die Europäische Kommission einen Vorschlag für eine Verordnung zur Annahme des „Grünen Digitalen Zertifikats“ (oder „Grünen Passes“) im Schnellverfahren vorgelegt und den Abgeordneten eine Woche Zeit gegeben, um über das Thema abzustimmen. Das Dokument, das den Nachweis einer Impfung gegen Covid-19 oder eines kürzlich durchgeführten negativen PCR-Tests liefern würde, wird als lang erwarteter „Pass zur Freiheit“ präsentiert, damit die EU-Länder die Grenzen „wieder öffnen“ und wirtschaftliche, kulturelle und touristische Aktivitäten wieder aufnehmen können.

Die Kommission will eine beschleunigte Verabschiedung, um die Richtline noch vor dem Sommer in Kraft setzen zu können und die Reisemöglichkeit während der Ferien zu garantieren. Obwohl das Zertifikat als vorübergehende Maßnahme präsentiert wird, scheint es auf Dauer angelegt zu sein, da es neben Covid-19 auch für andere Krankheiten gilt, die unter bestimmten Umständen von der WHO und den Mitgliedstaaten bestimmt werden können.

EU-Bürger, die bereits die Freizügigkeit innerhalb der Schengen-Zone – eines der Grundprinzipien der EU-Verträge – verloren haben, sind verständlicherweise alarmiert über den Vorschlag. Er versucht, die wesentliche Aufhebung dieses Grundrechts gesetzlich zu regeln und gleichzeitig eine unbestreitbar diskriminierende Gesundheitspolitik einzuführen.

Mehrere Organisationen reagierten umgehend und forderten ihre Mitglieder auf, einen anwaltlich entworfenen Beschwerdebrief zu verschicken, in dem sie vor der Abstimmung ihre Empörung an die gewählten Abgeordneten zum Ausdruck bringen und sie auffordern, das Notverfahren abzulehnen.

Laut einem Artikel in der Irish Times am Tag nach der Abstimmung erhielt das Parlament über Nacht eine „Flut“ von fast 3.000 E-Mails, die dem Bericht zufolge sogar das E-Mail-System zum Erliegen brachten.

Der am weitesten verbreitete Brief stammte von dem Anwalt Robert F. Kennedy, Jr., dem Neffen des ehemaligen US-Präsidenten und einem vehementen Befürworter der informierten Zustimmung vor einer Impfung. Der europäische Ableger der von ihm gegründeten Vereinigung, Children’s Health Defense, verbreitete die Warnung in mehreren Sprachen.

In seinem Brief zieht Kennedy die dem Vorschlag zugrundeliegende Wissenschaft in Zweifel und beleuchtet die damit verbundenen Risiken wie auch insgesamt die fragwürdige rechtliche Grundlage.

Laut dem Artikel der Irish Times waren „die befragten Parlamentarier“ überrascht von der ungewöhnlichen Menge an Briefen und deren „Fehlinformationen“ über Covid-19-Impfstoffe und die Pandemie.

Während einer kurzen Anhörung am Mittwochnachmittag, kurz vor der Abstimmung, sprachen jedoch mehrere Parlamentarier viele der in dem Brief genannten Punkte an. Die Grünen, eine parlamentarische Gruppe, die sich gegen das beschleunigte Verfahren aussprach, äußerten erstmals sogar Zweifel an Begründung für das Zertifikat als Maßnahme der öffentlichen Gesundheit insgesamt:

„Erstens muss das Zertifikat eine solide wissenschaftliche Grundlage haben. Wir haben immer noch keine schlüssigen Beweise, dass die Impfung die Übertragung der Krankheit signifikant reduziert,“ hieß es.

In der Erklärung der Grünen wird ebenfalls die Gefahr der Diskriminierung durch den Vorschlag beklagt. Sie würden keinen Eingriff in die Grundrechte der europäischen Bürger zulassen und beklagten die fehlende demokratische Kontrolle, die mit dem Verfahren verbunden sei.

Es ist offensichtlich, dass die Befürchtungen der „Aktivisten“ auch von einem Teil der politischen Klasse geteilt werden. Inwieweit die verschickten Briefe einen wirklichen Einfluss hatten, ist nicht bekannt. Aber sicher ist, dass viele Parlamentarier sie gelesen und geantwortet haben. Und obwohl das Parlament schließlich zustimmte, das grüne Zertifikat im Schnellverfahren zu verabschieden, stimmten mehr als 200 Abgeordnete gegen den Vorschlag.

Obwohl diese Bedenken sowohl von führenden Anwälten als auch von Tausenden von Bürgern geäußert wurden – und später dadurch legitimiert wurden, dass ein Drittel des Hauses gegen den Vorschlag stimmte -, zieht es die Irish Times vor, Verschwörungs-Scrabble zu spielen. Der Journalist plappert die Establishment-Plattitüden „Anti-Impfstoff“, „Bedrohung“, „Extremismus“ und „Desinformation“ unkritisch nach. Dieses sollte offensichtlich von der Bedeutung der Bürgeraktion ablenken und die kritischen Fähigkeiten der Leser ausschalten.

Der Journalist ging so weit zu behaupten, dass diese Flut von E-Mails das Werk eines „Algorithmus“ und einer „zentralisierten Verteilungskampagne“ sein könnte. Dies ist bei dem Brief von Children’s Health Defense Europe sicherlich nicht der Fall: `Nachdem wir den Kennedy-Brief auf unserer Webseite veröffentlicht hatten, sahen wir, dass sich mehrere tausend Menschen für unseren Newsletter anmeldeten, als sie zeitgleich dabei waren, ihre Europaabgeordneten zu kontaktieren.

Es ist vielleicht überraschend, dass so viele Menschen sich die Zeit nahmen, oftmals mehrere Stunden, um die Europaabgeordneten zu kontaktieren. Denn es ging nicht darum, einfach ein Formular ‚anzuklicken und abzuschicken‘, sondern mehrere E-Mails zu verfassen und sie einzeln von der eigenen Adresse aus zu versenden.
Diese schnelle Mobilisierung zeigt, dass ein bedeutender Teil der Bevölkerung gehört werden will. Wir sind zeuge, wie eine echte Bürgerbewegung in ganz Europa und der Welt Gestalt annimmt.

Denn der Lauf der Dinge kann sich noch ändern! Das Mandat für die Verhandlungen mit dem Europäischen Rat muss von den Abgeordneten in der nächsten Plenarsitzung vom 26. bis 29. April verabschiedet werden. Bis dahin liegt es in den Händen des Ausschusses für bürgerliche Freiheiten (LIBE), der bereits darum gebeten hat, das Dossier erneut zu prüfen, und der wichtige Änderungen vornehmen könnte. Schließlich muss der geänderte Text vom Parlament und dem Rat gemeinsam abgestimmt werden.

Unterdessen wächst der Teil der Bevölkerung, der bereit ist, seine Rechte zu verteidigen, weiter an. Die „Flut“ von E-Mails, die auf das Europäische Parlament einprasselte, kam von den vereinten Bemühungen Tausender, die man als kleine „Kolibris der Demokratie“ bezeichnen könnte, und die hoffen, das freiheitsmörderische Feuer zu löschen, welches von den Lobbys großer Konzerne entzündet wurde, um den Gesundheitsdespotismus zu befeuern. Es ist an der Zeit, über die Botschaft einer weltberühmten Fabel nachzudenken: Jede kollektive Aktion beginnt mit den Bemühungen einer Handvoll Einzelner…

Eines Tages wütete ein riesiges Feuer im Wald. Alle Tiere flohen oder hielten sich zurück und sahen hilflos zu, wie sich die Katastrophe entfaltete. Das heißt, bis auf einen kleinen Kolibri, der damit beschäftigt war, Wassertropfen zu tragen, um das Feuer zu löschen. Mehrere Tiere lachten ihn aus: „Oh Kolibri, das ist doch absurd. Ein paar Wassertropfen löschen das Feuer nicht!‘ Aber der Kolibri antwortete unbeeindruckt: „Ich weiß. Ich trage nur meinen Teil dazu bei.‘

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