Angehörige  von Anti – Nazi – Widerstandsfamilien für “Spaziergänge“

Die unter Vorwänden abgebrochene Demonstration in Brüssel und ein zuvor verbreitetes Statement der Holocaust-Überlebenden Vera Sharav zu historischen Parallelen damals (1933-1945) und heute haben dazu beigetragen, das herrschende Narrativ vom rechtsextrem unterwanderten Anti-Corona-Maßnahmen-Protest zu erschüttern. Nun melden sich mit einer Erklärung auch Angehörige von Widerstandskämpfern gegen den Faschismus der NS-Zeit zu Wort und brechen eine Lanze für die ganz überwiegend friedlichen Proteste, in denen allein in Deutschland Woche für Woche mehrere hunderttausend Menschen für Grundrechte und gegen unverhältnismäßige Politik auf die Straße gehen.

Initiatoren der Erklärung sind Julian Aicher, der Sohn der Schwester von Sophie und Hans Scholl, Inge Aicher-Scholl, und Christian von Lerchenfeld, dessen Großtante Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg war, die Witwe des Anführers der Hitler-Attentäter vom 20. Juli 1944.

Die Erklärung hat folgenden Wortlaut:

In letzter Zeit erlebt Deutschland etwas sehr Hoffnungsvolles. Etwas, das Mut macht. Jede Woche gehen gut 300.000 Leute (etwa dreihundert Tausend Personen) auf die Straßen, um größtenteils friedlich, freundlich und grundrechtstreu   f ü r    demokratische Rechte auf zu treten. Für „Frieden Freiheit, Demokratie“. Gegen die Grundrechts-„Einschränkungen“ der Regierenden.

(Die Zahl 300.000 hat die Rechercheplattform „Multipolar“ ermittelt.)

Leute, die in der damaligen DDR lebten (wie der heute israelische Journalist und Schriftsteller Chaim Noll) weisen immer wieder darauf hin, dass die gegenwärtig angebliche  Anti-„Corona“-Politik deutscher Regierungen teils auffällig an die Unterdrückung der Bevölkerung in der einstigen DDR erinnert. Umso erfreulicher, dass die friedlichen Massenproteste diesen Januar (und bald Februar?) 2022 in Hunderten deutscher Orte sich ähnlich friedlich zeigen wie die auch damals nicht  „genehmigten“ Demonstrationen in den letzten Monaten der DDR-Honecker-Regierung.

Demokratie lebt von Meinungsvielfalt. Gerade auch jetzt, Januar/Februar 2022. Mit ein Grund dafür, dass mehrere heutige Mitglieder von Familien, deren Angehörige teils während der Nazi-Zeit Widerstand gegen das Hitler-Regime leisteten, die „Spaziergänge“ in Hunderten deutscher Orte, Januar 2022, sehr begrüßen. Sie tun dies bewusst am Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2022 – denn die Blutopfer des deutschen Widerstands sollen nicht umsonst gewesen sein, sondern auch heute einer freien Demokratie mit gesicherten Grundrechten dienen.

Die Unterzeichnenden dieser Erklärung:
Julian Aicher(Sohn der „Die Weiße-Rose“-Verfasserin  Inge Aicher-Scholl)
Christian von Lerchenfeld (Verwandter Nachfahre von Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg, geborene von Lerchenfeld)

Weitere Mitglieder aus Verfolgten- und Widerstandsfamilien haben diese Erklärung ausdrücklich begrüßt, möchten aber aus Angst vor Repressalien nicht namentlich genannt werden.

In aktuellen ergänzenden Interviews übte Co-Initator Julian Aicher deutliche Kritik an diffamierenden und ausgrenzenden Worten von höchster Stelle, namentlich von Bundespräsident Steinmeier, der Gewalt seitens der Protestierer behaupte, während der Protest sich nahezu durchweg friedlich und bürgerlich gesittet vollziehe.

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