„Du sollst nicht gleichgültig sein!“

Von Uwe Alschner

Es ist kein Zufall, dass immer mehr Menschen aufstehen und ihren Unmut zum Ausdruck bringen über einen noch nie dagewesenen Druck, den Regierungen und Medien auf Menschen ausüben, die sich erlauben Fragen zu stellen. Denn die Anzahl der Fragen wird eben falls immer größer, und politische wie wissenschaftliche Entscheidungen immer zweifelhafter. Warum werden experimentelle Substanten weiter injiziert, obwohl sowohl Zulassungstudien wie auch Post-Marketing-Beobachtungen zeigen, dass sie gefährlich sind?

Gleichzeitig wird der Alarmismus von Politik und Medien immer absurder. Behandelt werden nicht die inhaltlichen Fragen und offiziellen Widersprüche. Thema sind erneut/weiterhin „Corona-Leugner“, gegen die man sich „wehren“ müsse, wie eine Zeitung titelte. Stop!

Nicht die Corona-Maßnahmenkritiker sind eine Gefahr für die Demokratie, sondern jene, die legitime Interessen von Minderheiten ausgrenzen und kriminalisieren. Eine mutige und leidgeprüfte Dame, die selbst den Holocaust überlebte und heute in New York lebt, hat mich auf eine wichtige Rede aufmerksam gemacht, die Marian Turski aus Anlass des 75. Jahrestages der Befreiung des KZ Auschwitz an dem Ort gehalten hat, wo er selbst nur knapp der Vernichtung durch Menschenfeinde und Hetzer, die sich zu Mördern entwickelt hatten, entkam. Es ist eine Rede mit schrecklich aktuellem Bezug:

Als promovierter Historiker weiß ich um die Schwere des Themas und seine Sensitivität. Doch ich weiß auch um die Verantwortung, die wir heute tragen, wenn wir wegschauen, wenn genau das wieder geschieht, was auch damals geschah: Die schrittweise zunehmende Stigmatisierung (auch damals wurden Menschen zu Unrecht als „Keimschleuder“ verleumdet!) von Minderheiten. Das Mehrheitsprinzip ist ein Merkmal der Demokratie, sagt Turski, aber der Schutz von Minderheiten ist ihr Wesenskern. Demokraten sind aufgerufen, die Rechte von Minderheiten zu verteidigen. Sonst kann es erneut ein böses Erwachen geben. Sagte Marian Turski am 27. Januar 2020. Wir sind gottlob noch nicht in Auschwitz. Aber wir befinden uns auf einer ganz schiefen und abschüssigen Bahn.

Die volle Rede von Marian Turski im Wortlaut

Zuerst erschienen bei Alschner.Klartext. Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten und Meinungen sind die der Autoren und spiegeln nicht unbedingt die Ansichten von Children’s Health Defense Europe wider..

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